
Warum wir unsere Badezimmerheizgeräte „quälen“ – bevor sie bei Ihnen ankommen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind eine Qual für elektronische Geräte. Es gibt dichten Dampf, spritzendes Wasser – und die Temperatur schwankt innerhalb von etwa zehn Minuten von extrem kalt bis hin zu saunwarmer Hitze.
Wir könnten einfach die Finger kreuzen und hoffen, dass unsere wasserdichten Infrarotheizgeräte standhalten. Aber so arbeiten wir nicht. Stattdessen unterziehen wir jedes Gerät „Feuchtigkeitsbelastungstests“. Im Grunde versuchen wir, die Geräte bereits nach wenigen Wochen zum Versagen zu bringen – damit sie nicht erst nach einigen Jahren in Ihrem Zuhause kaputtgehen.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Feuchtigkeit findet immer einen Weg hinein. Wenn eine Dichtung am Quarzrohr etwas locker ist oder eine Dichtung nicht richtig sitzt, dringt Wasserdampf in die Elektronik ein. Dann beginnen die Kontakte zu rosten – und schon entsteht ein Kurzschluss.
Wir setzen die Heizgeräte in Räume mit hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit, um solche Defekte schneller zum Vorschein zu bringen. Wenn eine Dichtung undichte Stellen aufweist, wollen wir, dass das in unserem Labor passiert – und nicht im Deckenbereich des Kunden.
Überprüfung der „Abnutzung“
Wir kümmern uns intensiv darum, wo sich der Heizelemente mit dem Gehäuse treffen. Warum? Weil Materialien bei Hitze ausdehnen und bei Kälte schrumpfen. Diese ständigen Belastungen belasten die Klebstoffe und Dichtungen. Wir suchen nach Anzeichen von Abnutzung – also nach langsamer Verformung des Kunststoffs oder von Dichtmitteln, die ihre Funktion verlieren. Ein Heizgerät mag heute zwar einen Schnelltest bestehen, aber das bedeutet nicht, dass es auch sechs Monate lang täglichen Dampf aussetzen kann. Diese Alterungstests helfen dabei, solche verborgenen Mängel aufzudecken.
Das schwierige Gleichgewicht
Es klingt einfach: Man muss nur alles gut abdichten, oder? Nicht ganz.
Wenn wir das Gerät völlig luftdicht machen, um Wasser fernzuhalten, können die inneren Teile nicht atmen. Sie beginnen in ihrer eigenen Wärme zu „backen“ – und der Antrieb des Geräts geht kaputt.
Es handelt sich dabei um ein Spannungsfeld zwischen dem Schutz vor Wasser und dem Ablassen der Wärme. Wir passen die Konstruktion des Gehäuses ständig an und überprüfen die Daten, bis wir den richtigen Ausgleich finden. So erhalten Sie ein Heizgerät, das im Inneren trocken bleibt – ohne selbst zu überhitzen.