
Hören Sie auf, einfach nur die Heizelemente auszutauschen: Warum Ihr Glasherzungsofen einer genauen Überprüfung bedarf
Die meisten Lieferanten sind bereit, anhand der Teilenummer ein Ersatzheizelement oder eine neue Strahlrohr zu liefern. Das ist der einfache Weg. Doch in der kontinuierlichen Glasherzung ist das nur die halbe Miete – die eigentliche Herausforderung liegt anderswo.
Falls Ihr Glas unter inneren Spannungen leidet – oder falls Ihre Energiekosten plötzlich in die Höhe schießen – dann ist es, wie wenn man einen ausgebrannten Heizkreis einfach durch einen neuen ersetzt. Das löst in der Regel nicht das eigentliche Problem.
Es geht um die Wärme – nicht nur um die Heizelemente
Bei einem Glasherzungsofen ist vor allem der Temperaturgradient wichtig. Es ist notwendig, dass das Glas gleichmäßig erwärmt und anschließend langsam abgekühlt wird. Wenn wir in Ihren Betrieb kommen, schauen wir uns nicht die Heizelemente an – sondern den Wärmefluss.
Schlechte Isolierung oder unregelmäßige Luftzüge führen zu Kältepunkten. Man könnte versucht sein, einfach ein Heizelement mit höherer Leistung einzusetzen, um diese Kältepunkte zu beseitigen. Tun Sie das nicht. Dadurch kann das Glas in anderen Bereichen überhitzt werden – was wiederum zu Deformationen oder ungleichmäßigen Spannungen führt.
Wir analysieren lieber zunächst die tatsächliche Wärmeverteilung.
Katalogangaben versus Realität
Wir basieren unsere Spezifikationen nicht auf Katalogangaben, sondern auf dem tatsächlichen Funktionieren Ihres Systems.
Klar, ein Heizsystem mit hoher Dichte kann die Temperatur schnell erhöhen. Doch dadurch entsteht auch eine enorme Belastung für Ihre elektrischen Anlagen. Wir stellen sicher, dass Ihre Verkabelung mit dieser Belastung umgehen kann – damit die Sicherungen nicht mitten im Betriebsablauf ausfallen.
Außerdem spielen die Materialien eine Rolle. Quarz ist zwar das bevorzugte Material – doch in schmutzigen Umgebungen werden diese Rohre schnell beschädigt. Wir helfen Ihnen dabei herauszufinden, ob Sie eine spezielle Beschichtung benötigen, um die Wärme zurück ins Glas zu leiten – oder vielleicht ein anderes Material, damit Sie nicht alle paar Monate die gleichen Teile ersetzen müssen.
Die optimale Lösung finden
Hier liegt das Dilemma: Eine bessere Wärmeverteilung bedeutet in der Regel mehr Kontrollpunkte. Und mehr Kontrollpunkte bedeuten wiederum mehr Komponenten, die kaputtgehen können.
Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Sie möchten eine präzise Temperaturregelung – doch gleichzeitig möchten Sie ein System, das von Ihrem Wartungspersonal ohne spezielles Wissen in der Thermodynamik bedient werden kann. Wir helfen Ihnen dabei, diesen Mittelweg zu finden.