
In der Glasproduktion ist Wärme das „Hebel“, den man in jeder Schicht in Betrieb nimmt. Wenn der Heizer nicht mitkommt, merkt man das sofort: Die Temperatur ist nicht gleichmäßig über die gesamte Glasebene verteilt, es entstehen Risse durch thermische Belastungen, die Heizzyklen ziehen sich in die Länge, während der Ofen warm wird – und bei der Verklebung fehlt es an der richtigen Haftung. All diesen Verlusten lässt sich leicht Aufschluss geben: Glasschrott, verschwendete Zeit sowie Stromkosten, die nicht geplant waren. Wir haben unsere Industrie-Heizgeräte so konstruiert, dass sie die Wärme genau dort abgeben, wo sie benötigt wird – und zwar zu einem Preis, der das Budget nicht übersteigt.
Was technisch wichtig ist:
Wir verwenden Quarzkurzwellen-Infrarotelemente, denn sie reagieren schnell und ermöglichen eine präzise Steuerung. Die Oberflächentemperatur des Heizers liegt bei 750–950°C – dadurch entsteht eine hohe Leistungsdichte, ohne dass der Rahmen beschädigt wird. Zudem ist das Spektrum so gewählt, dass das Glas erhitzt wird, nicht die Luft darumherum. Standardmäßig arbeiten die Geräte mit 240–480 V und einer Leistung von 6 kW bis 48 kW. Sie können in rechteckiger oder abgeflachter Form angebracht werden und passen somit in die entsprechenden Fächer in den Produktionsanlagen. Für eine geschlossene Regelung sind Thermoelemente integriert. Die Montage erfolgt so, dass die Geräte einfach in Temperieröfen, Biegeöfen, Trockenmodule für Beschichtungen sowie Laminierpressen eingebaut werden können.
Warum funktioniert das so gut?
Der Energieverbrauch sinkt, da die Wärme gezielt eingesetzt wird und die Prozesszyklen kürzer sind. Beim Temperieren führt ein gleichmäßigeres Wärmefeld dazu, dass es weniger Risse und Kantenfehler gibt – dadurch steigt die Qualität der Produkte. Beim Biegen wird die Geschwindigkeit erhöht, da der Heizer schnell die gewünschte Temperatur erreicht und diese auch beibehält – dadurch wird die Wartezeit reduziert. Bei der Laminierung führt eine schnelle Erreichung der richtigen Temperatur zu einer besseren Haftung der Schichten – weniger Ausschuss, weniger Nacharbeiten. Auch die Wartung wird einfacher: Weniger Ausfälle der Elemente und eine schnellere Ersetzung bedeuten weniger Stillstand und weniger Ersatzteile, die im Lager liegen müssen.
Die Installation ist auf den meisten Produktionslinien unkompliziert – doch es ist wichtig, genügend Platz um den Heizer herum zu lassen. Halten Sie die Reflektoren sauber und sorgen Sie dafür, dass die Luftzirkulation stimmt, damit der Gehäuse nicht zu heiß wird. Passen Sie die Steuerstrategie an Ihre Produktionslinie an – meist sind kleine Anpassungen bei der PID-Regelung sowie bei der Emissivität erforderlich. Für beste Ergebnisse sollten Sie den Heizer bei der vorgeschriebenen Spannung betreiben und sicherstellen, dass das Typ des Thermoelements zum Controller passt. Die Inbetriebnahme ist schnell – anschließend kann die stabile Leistung von Schicht zu Schicht gewährleistet werden.